Sting singt Lieder von John Dowland «im Gespräch» vom 20.10.2006
Für einen begeisterten Rockmusiker, der ich seit meinem 12. Lebensjahr bin,
waren Dowlands Lieder seit ich 16 war eine Dimension der Liedkunst, die mich
nie losgelassen hat.
Um so mehr hatte mich - nachdem ich Stings lesenwerte Autobiographie gelesen
hatte - erstaunt, wie wenig Sting über den grossen Lautenisten wusste. Mich
selbst, als Amateur, hatten die virtuosen Interpretationen von Olaf van Gonissen und Michael Teuchert angestiftet, Dowlands Musik zu spielen. Abgesehen von den neuen Welten, die es erschloss, entstand ein lebenslanges Reportoire, das - wie vor wenigen Wochen in den Arkaden von Nizza - gut für ein schnelles Ständchen für die Liebste mit einem namenlosen Lautenisten war.
Die Interpretation Stings aber erfüllt alle Erwartungen des Rockmusikers,
enttäuscht aber den Dowland-Kenner. Der grosse wichtige Schritt dieser
Aufnahme ist es, die Schatztruhe geöffnet zu haben, deren Schlüssel nicht in den Backstage-Bereichen lag, sondern in etwas staubigen Notenläden älterer Damen und Herren. Die Verknüpfung mit dem grossen Namen wird andere nachfolgen lassen, dieses Balladenwerk für die heutigen Hörgewohnheiten zu erschliessen.
Nur Sting konnte Dowland aufnehmen und Gehör finden. Das ist ein
bemerkenswerter Verdienst eines - ich bitte um Entschuldigung - zeitbedingt
populären Kleinmeisters, der die Grösse eines Grossmeisters erkannt und anerkannt hat. Dafür verdienen Sting und der wunderbar spielende Karamazow Dank und Anerkennung.
Musik in Goodmans Individuenkalkül
Der Individuenkalkül des Philosophen Nelson Goodmans scheint für formale Beschreibungen musikalischer Strukturen wie geschaffen.
Jubiläen 2010
Frédéric Chopin
Ein paar nützliche Links und Codex-flores-Texte zu Frédéric Chopin
01. 06. 2010 Dossier Kulturpolitik Entwurf einer Bundeskulturpolitik Eine eigenständige Bundes-Kulturpolitik ist unerlässlich. Helvetia muss dazu aber ein paar alte Zöpfe opfern.