Codex flores Werbung
Onlinemagazin für alle Bereiche der klassischen Musik Dienstag, 09. Februar 2010
Inhalt
©Home
+Editorials
>Im Gespräch
£Nachrichten
~Kritiken
&Features
/Dossiers
®Archiv
xLinks
----
Theater, Festivals und Konzerte
----
Codex flores wird unterstützt von


Int. Gesellschaft für Empirische Ästhetik


Deutsche Gesellschaft
für Musikpsychologie



Schw. Gesellschaft für Musik-Medizin (SMM)
----
> Leserbriefe
> Kontakt
> Impressum
> AGB/Datenschutz
> Leitbild
> Mediadaten
> Pressecorner

News als RSS-Feed:

Zeitschriften



Musiktherapeutische Umschau
2009-4
weiter...

Kongresse



Music and Philosophy Study Day

Saturday 20 February 2010
Department of Music, King’s College London
weiter...

Codex flores
Zitate-
Zufallsgenerator



--- Anzeigen ---
Kritiken und Berichte
04.04.2004
Druckansicht
Till Fellners Selbstgespräche

Nein, er ist kein Blender, kein Auftrumpfer, auch kein Zelebrant, dieser Bach-Interpret. Till Fellner, 1972 in Wien geboren, ausgezeichnet mit dem Clara-Haskil-Preis Luzern (1993) und dem Mozart-Interpretationspreis der Mozartgemeinde Wien (1998), biedert sich nicht an bei seinem Publikum, überfährt es nicht mit furiosem Gestus. Vielmehr fordert er Hörbereitschaft, stellt höchste Ansprüche an die Konzentration.

Am Salzburger Festival 2000 stellte er seine Interpretation von Teil I des Wohltemperierten Klaviers vor; zwei Jahre später hat er die 24 Präludien und Fugen für das Nobel-Label ECM eingespielt; nun liegt das CD-Doppelalbum vor.

Für Fellner ist das Klavier kein Perkussionsinstrument. Er bringt dank einer Fülle von Artikulationsnüancen und einer breiten Anschlagspalette beider Hände vom substanziellen Pianissimo und Piano (das über weite Strecken vorherrscht) bis zum kernigen Forte, vom strengen Legato bis zum akzentuierten Staccato, vom luftigen Jeu perlé bis zum strengen Tenuto die kantable Eigenschaft des Flügels zur Wirkung. Die so ermöglichte Expressivität (zuweilen klanglich gefärbt durch das Haltepedal) gibt jedem Präludium, jeder Fuge einen eigenen Charakter, eine eigene Ausstrahlung fern von Etüdenhaftem oder Dozierendem.

Das Wohltemperierte Klavier ist für Till Fellner kein opulentes Konzertwerk, mit dem man sein Publikum in Bann zwingen muss. Aus innerer Ruhe meditiert er interpretierend über Bachs Musik mit Klarheit im Denken und Tiefe im Erleben, ergreifend – erschliessend.
(ws)


J. S. Bach: Das wohltemperierte Klavier..., Buch I. BWV 846–869. Till Fellner. (ECM New Series 1853/54, 2 CDs; 1h57’)

Wer sich intensiv mit dem Universum von Bachs Wohltemperiertem Klavier I und II auseinandersetzen will, greife zum Standardwerk:
Alfred Dürr: Johann Sebastian Bach. Das Wohltemperierte Klavier. Bärenreiter Werkeinführungen. Bärenreiter Verlag, Kassel 1998. 459 Seiten. € 17,50. Fr. 31.50.


Bookmark zu dieser Seite: Webnews   Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen       (Was ist das?)


--- Hinweis ---

-----
Dossier
Musikphilosophie
Musik in Goodmans Individuenkalkül
Der Individuenkalkül des Philosophen Nelson Goodmans scheint für formale Beschreibungen musikalischer Strukturen wie geschaffen.

Dossier
Akustik
01.12.2009
Bibliothek mit akustischer Erlebniswelt
Das Basler Projekt Irmat zeigt, wie moderne Touchscreens für innovative Musikapplikationen genutzt werden können.

Jubiläen 2010
Frédéric Chopin
Ein paar nützliche Links und Codex-flores-Texte zu Frédéric Chopin
Robert Schumann
Dasselbe zu Robert Schumann

Dossier
Musikvermittlung
13.08.2009
Kammermusik als Karriere-Prüfstein
Das Davos Festival - «young artists in concert» ist eine der bedeutendsten Plattformen der Schweiz zur Förderung des musikalischen Nachwuchses.

© Codex flores, Riedmattstrasse 4, CH-4500 Solothurn
--- Anzeige ---


03. 12. 2009
Dossier Musikvermittlung


Aspekte einer zeitgemässen Musikkritik
Die Praxis der Musikkritik wird theoretisch wenig reflektiert. Über ihre ethischen und stilistischen Regeln sollte aber immer wieder neu nachgedacht werden.