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Hans Kayser: Akroasis (1964)
Das Urphänomen der Tonzahl birgt in sich eine Synthese zweier Welten: der Natur und der Seele. Dieses Urphänomen hat seine eigenen Normen und Gesetze. Aus ihm entstehen die «harmonikalen Theoreme», eine Art von Syntax (Formenlehre) der harmonikalen Sprache. Die harmonikalen Thoereme bilden wiederum das Baumaterial für die «harmonikalen Wertformen», eine Art von psychophyischer Tektonik (Aufbaulehre), auf deren Hintergrund die Harmonik als Wissenschaft erst möglich wird. Neben der Weltanschauung (Aisthesis) stellt die Harmonik als gleichberechtigten und bisher nicht bekannten Erkenntnisfaktor die Weltanhörung (Akroasis). Da nun alle harmonikalen Formen innerlich erlebt, auf ihre Richtigkeit, ihr «Stimmen» hin von unserer Seele nachgeprüft werden können, ist die Seele hier Richterin, Deuterin, und der Verstand mit seinen logischen Formen lediglich Vermittler.
Hans Kayser, Akroasis, Basel 1964, Seite 37
Kommentar: Das Beispiel einer Pseudowissenschaft, die sich mit bedeutungsschweren Begriffen schmückt, um nichts als Unsinn zu produzieren. Die «harmonikale Symbolik» dreht sich ständig um Intervallverhältnisse, die in allem und jedem gesehen werden. Dies wäre, als ob der Linguistiker sich ständig um Phoneme drehen würde und in ihnen den eigentlichen Tiefgang der «Odysse» oder des «Hamlet» zu entdecken glaubte. Trotz dem ständigen Beschwören des «Seelischen» und «Lebendigen» entwickelt sie deshalb eine sterile, leblose Theorie der Welt und des Hörens.

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Claude Debussy
Ein paar nützliche Links und Codex-flores-Texte zu Claude Debussy
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Ergonomische Aspekte der Musikausübung
9. Symposium der Schweizerischen Gesellschaft für Musik-Medizin

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Jahreskongress der GMTH in Bern
Die deutschsprachigen Musiktheoretiker trafen sich 2011 zu ihrem jährlichen Treffen in Bern

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