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Dossiertexte

Bildung und Einkommen beeinflussen Musikaktivitäten

11.09.2017 -- Laut einer aktuellen Studie der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover im Auftrag der Bertelsmann Stiftung entscheiden Bildungsstatus und Einkommen der Eltern darüber, ob ein Jugendlicher Musik macht.

11.09.2017 -- Laut einer aktuellen Studie der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover im Auftrag der Bertelsmann Stiftung entscheiden Bildungsstatus und Einkommen der Eltern darüber, ob ein Jugendlicher Musik macht.

 

Hat der Vater Abitur gemacht, verdoppelt sich laut der Studie «Jugend und Musik» die Wahrscheinlichkeit, dass ein Jugendlicher ein Instrument spielt oder singt. Auch die besuchte Schulform des Jugendlichen beeinflusst die musikalische Aktivität: Besucht ein Jugendlicher kein Gymnasium, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass er Musik macht, um 50 Prozent.

 

Im Vergleich zu anderen Schülern beginnen Gymnasiasten im Durchschnitt früher mit dem Musikmachen (8 Jahre zu 10 Jahre), engagieren sich häufiger im Chor und Orchester der Schule (33 Prozent zu 16 Prozent) und erhalten häufiger bezahlten Musikunterricht (28 Prozent zu 10 Prozent). Und während ein Drittel der Jugendlichen aus den einkommensstärkeren Haushalten (über 30'000 Euro Jahresnetto) bezahlten Musikunterricht erhalten, um Gesang oder ein Musikinstrument zu erlernen, sind es in Haushalten mit niedrigem Einkommen und Bildungsstatus (unter 15'000 Euro Jahresnetto) lediglich acht Prozent.

 

Insgesamt macht rund ein Viertel der 17-jährigen Jugendlichen in Deutschland Musik (24 Prozent). Mehr als die Hälfte (53 Prozent) von ihnen machen hauptsächlich Rock-, Pop-, Hip-Hop- und Technomusik, 27 Prozent klassische Musik und 20 Prozent Unterhaltungs- und Volksmusik. (cf)


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