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Dossiertexte

Rein durch Gedankenkraft komponieren

07.09.2017 -- Forschende der TU Graz entwickeln ein Brain-Computer-Interface (BCI), mit dem sich durch Gedankenkraft Musik komponieren lässt: Aus einer BCI-Methode, die hauptsächlich zum Buchstabieren dient, hat das Team eine entsprechende Anwendung entwickelt.

07.09.2017 -- Forschende der TU Graz entwickeln ein Brain-Computer-Interface (BCI), mit dem sich durch Gedankenkraft Musik komponieren lässt: Aus einer BCI-Methode, die hauptsächlich zum Buchstabieren dient, hat das Team eine entsprechende Anwendung entwickelt.

 

Gehirn-Computer-Schnittstellen, kurz BCIs, ersetzen ein Stück weit körperliche Funktionen: Körperlich beeinträchtigte Menschen können dank BCI-Technologie spezielle Prothesen über ihre Gedanken steuern, im Internet surfen oder E-Mails schreiben.

 

In der BCI der Grazer blitzen verschiedene Optionen, etwa Buchstaben oder in dem Fall Noten, Pausen, Akkorde und so weiter rasch nacheinander in einer Tabelle auf. Wer trainiert ist und sich auf die gewünschte Option fokussiert, während diese aufleuchtet, verursacht damit eine minimale Änderung der Gehirnströme. Das BCI erkennt diese Änderung und zieht daraus Rückschlüsse auf die gewählte Option. (cf)


Originalpublikation:
Composing only by thought: Novel application of the P300 brain-computer interface. Andreas Pinegger, Hannah Hiebel, Selina C. Wriessnegger, Gernot R. Müller-Putz. PLOS ONE 12 (9) , a0181584, 6. September 2017. 


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